Schutzarten

Das DKE Gremium K 212 ‚Schutzarten‘, als nationales Spiegelgremium zu IEC TC 70 ‚Degrees of protection provided  by enclosures‘ ist zuständig für die Erarbeitung von Grundnormen mit Sicherheitspilotfunktion über Schutzarten durch Gehäuse. Dabei wird sowohl der Schutz von Personen gegen Zugang zu gefährdenden Teilen innerhalb des Gehäuses und Schutz des Betriebsmittels gegen Eindringen von Wasser (IP-Code) als auch der Schutz von Gehäusen gegen äußere mechanische Beanspruchung (IK-Code) behandelt.

Die Grundnormen IEC 60529 „Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)“; IEC 62262 „Schutzarten durch Gehäuse für elektrische Betriebsmittel (Ausrüstung) gegen äußere mechanische Beanspruchungen (IK-Code)“ und IEC 61032 „Schutz von Personen und Ausrüstung durch Gehäuse; Prüfsonden zum Nachweis“  bestimmen die Einstufung vieler elektrischer Betriebsmittel bezüglich ihrer Schutzart.

Bei der letzten Überarbeitung der Norm DIN EN 60529 (VDE 0470-1) „Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)“ wurden die bisherigen Festlegungen im Kern beibehalten und eine von den Normanwendern insbesondere in der Autoindustrie geforderte Prüfung IPX9, die die Beanspruchung mit Hochdruckreinigern simuliert, zusätzlich aufgenommen.

Die Norm DIN EN 61032 (VDE 0470-2) „Schutz von Personen und Ausrüstung durch Gehäuse; Prüfsonden zum Nachweis“ enthält Festlegungen vor dem Hintergrund möglicher neuer anthropometrischer Erkenntnisse gehören. Da Prüfsonden menschliche Gliedmaße simulieren, müssen sie diese möglichst umfassend abdecken. National läuft bei der DKE hierzu gerade eine Diskussion mit der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN).

Aktuell werden sind die Normen IEC 60529,  IEC 61032 und IEC 62262 auf internationaler Ebene in der Überarbeitung. Hier wird u.a. der Deutsche Vorschlag des VDE Prüfinstitutes zur Erweiterung des IK Codes um den Schutzgrad IK 11 (mit 50 Joule Schlagenergie) für erhöhte Anforderungen bei Vandalismus diskutiert.

 

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